Was ist ambulante Ethikberatung: Praktische Einblicke und kollegialer Austausch
Am 15. April 2026 fand unser nunmehr fünftes Netzwerktreffen statt, das erneut Raum für fachlichen Input, Austausch und persönliche Begegnungen bot. Die Veranstaltung war gut besucht und zeichnete sich durch eine offene und engagierte Atmosphäre aus. Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass viele neue Interessent*innen die Chance genutzt haben, um sich beim Netzwerktreffen einen Eindruck von unserem Netzwerk zu machen.
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden durch die Netzwerkkoordinator*innen Anna Szabo und Torben Gebert begrüßt. Ein besonderer Moment war der Dank an die bisherige hauptamtliche Koordinatorin Susanne Klie, die das Netzwerk aufgebaut und über lange Zeit hinweg wertvolle Impulse eingebracht hat. Ihr Engagement wurde von den Anwesenden mit gebührendem Applaus gewürdigt.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Evaluationsbögen auszufüllen, um Rückmeldungen zur bisherigen Netzwerkarbeit zu geben und zukünftige Treffen mitzugestalten. Neue Teilnehmende wurden im Rahmen einer kurzen Vorstellungsrunde willkommen geheißen, wodurch ein erster persönlicher Austausch ermöglicht wurde.






Im weiteren Verlauf stellten Anna Szabo und Torben Gebert aktuelle Aktivitäten und Entwicklungen im Netzwerk vor. Dabei wurden laufende Projekte sowie geplante Vorhaben skizziert, die auf reges Interesse stießen.
Einen fachlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Dr. Krause-Gründel zum Thema „Was ist ambulante Ethikberatung?“. Neben einer grundlegenden Einführung wurden praxisnahe Fallbeispiele vorgestellt, die die Bedeutung ethischer Entscheidungsprozesse im ambulanten Setting verdeutlichten.
In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Fragen aufgegriffen. So wurde etwa die Haltung zur Thematik des assistierten Suizids thematisiert – ein Anliegen, das in der Praxis häufig an die Ethikberatung herangetragen wird. Es wurde deutlich, dass sich die Ethikberatung in diesem sensiblen Bereich bewusst zurückhaltend positioniert. Auch Fragen zum Einzugsgebiet wurden geklärt: Der Schwerpunkt liegt auf dem Landkreis Göttingen, wobei bei entsprechender Kapazität auch Anfragen darüber hinaus berücksichtigt werden können. Ein weiteres Thema war die Moderatorenausbildung im Kontext der Ethikberatung. Hier wurde betont, dass sich die Angebote nicht ausschließlich an medizinisches Fachpersonal richten, sondern grundsätzlich offen für unterschiedliche Berufsgruppen sind. Entsprechende Kurse werden unter anderem an der Mildred Scheel Akademie angeboten.
Den Abschluss bildete ein informeller Teil, der Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung bot. Diese Gelegenheit wurde von vielen Teilnehmenden genutzt, um Kontakte zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen. „Die Runde wird immer vertrauter“ – war eine Rückmeldung, die wir an diesem Abend erhalten haben. Das sehen wir mit Begeisterung ebenso!
Das Netzwerktreffen hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der interdisziplinäre Dialog und die gemeinsame Reflexion für die Weiterentwicklung der Praxis sind. Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen und den weiteren Austausch.

